Kategorie: Urbaner Garten

Urbaner Garten

Umstechaktion

Im Bräugarten im Deiningerweg 88 haben wir heute in einer gemeinschaftlichen Aktion einen großen Teil der Fläche umgegraben. Dabei kamen so manches rätselhafte Metallteil und einige frierende Larven ans Tageslicht. Wie als Beweis für unsere Arbeit zerbrach auch der Stiel einer Gabel.

Viele Hände, Schnelles Ende: Wir haben einen großen Streifen geschafft. Die restliche Fläche bearbeiten wir dann demnächst noch spontan.

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Besuch bei Urbanen Gärten in Nürnberg

Am 29. Januar besuchten wir die Urbanen Gärten „Die Wiese“ und den „Stadtgarten Nürnberg“ mit einer Gruppe von Mitgliedern des OGV Stadt Neumarkt.

Beide Gärten sind unter dem Dach des Umweltvereins Blue Pingu e.V. organisiert.

Die Wiese

„Die Wiese“ ist ein größerer Hinterhof, auf dem ca. 20 Leute gärtnern. Da das Gelände ehemals Ort einer Batteriefabrik war, wird ausschließlich in Gefäßen wie Bäckerkisten und Paletten mit Aufsatzrahmen gegärtnert. Die benötigte Erde wurde wird vom Kompostierwerk Nürnberg bezogen bzw. angeliefert.

Im Mittelpunkt unseres Interesses war die Komposttoilette, welche Melanie, Tischlerin und Komposttoilettenfachfrau dort geschaffen hat. Herzstück der Komposttoilette ist eine Kunststoffwanne, deren Boden perforiert ist. In ihr werden Fäzes und Urin gesammelt, und der Kompostiervorgang beginnt zusammen mit dem trockenen Substrat (hier Sägespäne), von dem nach jeder Benutzung eine Portion zuzugeben ist. Unter dieser „Mischwanne“ befindet sich eine weitere mit Sägespänen befüllte Auffangwanne, die eventuell abfließende Flüssigkeit aufnimmt und abtrocknen lässt, denn dieses Modell macht keine Trennung von Fäzes und Urin.


Ein hoch aufragendes dunkles Rohr dient der Abluft. Im Idealfall entsteht beim Aufwärmen durch Sonnenlicht ein gewisser Sog, der die den Frischluftzustrom und die Abluft abseits des Innenraums begünstigt. So kommt es nicht zu unangenehmen Gerüchen.
Wenn die Wanne gefüllt ist, wird der Inhalt in andere Wannen oder Thermokomposter umgefüllt, und kompostiert so in „Kaltrotte“ insgesamt mindestens zwei Jahre. Dieser lange Zeitraum stellt sicher, dass die entstandene Erde hygienisiert ist, d.h. dass Krankheitskeime, die in den Fäzes eventuell vorhanden waren, verschwunden sind. Schließlich kann die entstandene Komposterde z.B. unter Bäumen, Sträuchern oder für Blumenbeete verwendet werden.

Weitere Aktivitäten im Garten „Die Wiese“ sind die Küche, Aquaponik mit Karpfenbecken und eine Sammelstelle für die dortige SoLaWi, sowie verschiedene Workshops.

Stadtgarten Nürnberg

Der Stadtgarten ist bereits zweimal umgezogen und befindet sich jetzt am Rand des ehem. Quelle Geländes auf ca. 1000 m².
Gegärtnert wird vor allem in Holzkisten, das sind Holzrahmenaufsätze auf Europaletten, die innen mit Bio-Kautschuk Teichfolie ausgekleidet werden. Auf der Unterseite ist jede Holzkiste mit feinmaschigem Gitter als Wühlmausbarriere abgeschlossen. Als Füllung werden dort zuunterst Zweige und grobes Holziges Material verwendet, darüber dann Erde aus dem Kompostierwerk Nürnberg.

Es gibt außerdem ein Gewächshaus für Kulturen wie Paprika, Peperoni und Tomaten, sowie eine geräumige Komposttoilette.

Die Komposttoilette hat ein ähnliches Prinzip wie in der „Wiese“, das Kernmodul ist hier aber fertig gekauft.

Wichtiger Aspekt im Stadtgarten ist, das geerntete Gemüse gemeinsam zu verkochen. Dazu gibt es eine Küche (teils in einem Bauwagen) und viele Sitzgelegenheiten für Kochkurse und gemeinsames Kochen mit geernteten Produkten.

Allgemein möchte der Garten weniger Gemüse in einer Menge produzieren, die den Verbrauch der Mitglieder abdeckt, sondern die Vielfalt der Gemüse zeigen und erlebbar machen. Deshalb werden z.B. ca. 20 verschiedene Kartoffelsorten, viele bunte („Rote“) Rüben und vieles mehr angebaut.

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Planungstreffen

Wieder einmal traf sich ein Grüppchen der Gemeinschaftsgärtner auf der Fläche im Deininger Weg um die Planung dort voranzubringen. Die dünne Schneedecke erlaubte uns ganz einfach Linien zu zeichnen und uns den Garten besser vorzustellen.

Daraus entstand eine Aufteilung in Beete und einen Teil Gemeinschaftsfläche. Die Platzierung der Gemeinschaftsfläche wurde aufgrund der Nähe zum Baum und dessen Schattenwurf gewählt.

Diese Skizze zeigt die Aufteilung in Beete im Garten im Deininger Weg.

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Ausflug zum Urban Gardening Demogarten

Eine Gruppe von Mitgliedern besuchte am 9. Oktober den Urban Gardening Demonstrationsgarten in Regensburg am Nibelungenareal und erhielt dort eine Führung, bei der rege Fragen gestellt und diskutiert wurde.

Wir erhielten dort auf jeden Fall interessante Anregungen für unsere Urban Gardening Projekte in Neumarkt. Die eine oder andere Anbauform kommt auch bei uns in Frage.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), die die Fläche als Projekt angelegt hat und bis Herbst 2022 pflegt, schreibt:

Auf der Grünfläche am Nibelungenareal in Regensburg wurde nahe der TechBase der neue Urban Gardening Demonstrationsgarten in der Oberpfalz angelegt. Dort wachsen nun Radieschen, Salate, Kräuter & Co. in unterschiedlichsten Systemen heran. So soll den BürgerInnen Lust auf den Gemüseanbau im eigenen Garten, dem Balkon, der Terrasse oder auf gemeinschaftlichen Flächen in der Stadt gemacht werden. Gemeinsam mit dem Stadtgartenamt Regensburg zeigen dort die Experten der LWG verschiedene Anbaumethoden für kleine Flächen in der Stadt.

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Neue Schilder

Den Zaun zieren jetzt zwei bunte neue Schilder. In den Hackschnitzeln ist eine kleine Erbse gewachsen.

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Erste Spatenstiche

Damit die Scherrasenfläche im Deininger Weg bald zu einem Urbanen Garten wird, haben wir die Umrisse abgestochen und zwei erste kleine Beete umgegraben.