Sortenerhaltungszirkel

Samenbau zur Erhaltung seltener, lokaler, besonderer, alter oder einfach schöner Sorten erfordert, dass eine genügend große Anzahl Pflanzen dieser Sorte angebaut wird. Nur so ist der Genpool groß genug und stabil und lässt auch eine gewisse Auslese nach wünschenswerten Merkmalen zu.

Oft ist es für Privatpersonen allerdings nicht möglich genug Exemplare aufzuziehen und ausreifen zu lassen, zumal man auch noch ernten möchte. In unserem Verein organisieren wir deshalb für ausgewählte Nutzpflanzensorten Erhaltungszirkel. Ein Zirkel ist einer einzigen Nutzpflanzensorte gewidmet.

Ein Sortenerhaltungszirkel widmet sich gemeinschaftlich einer Art „Patenschaft“ für eine Sorte und versucht die Sorte über mehrere Saisons gesund zu erhalten.

Prinzip

Jeder Teilnehmer baut die Sorte an. Von jedem Teilnehmer wird erwartet, dass er mind. ebensoviele Samen produziert, wie er zu Saisonbeginn erhalten hat – der Versuch zählt. Nach der Ernte der Samen gibt jeder Teilnehmer einen Teil seiner Samen zum Organisierenden. Diese(r) mischt alle Samen und gibt jedem wieder die gleiche Menge zurück. Jeder Teilnehmer hat somit Samen dieser Sorte der anderen Teilnehmer erhalten und damit seinen Genpool aufgefrischt.

Die Vorräte im Zirkel bilden zusammen einen größeren Genpool, was essentiell für die langfristige Gesundheit der Sorte ist. Zudem können Ausfälle bei einzelnen Teilnehmern leichter verkraftet werden, weil man noch andere Anbauer der Sorte kennt.

Sorten

Für folgende Sorten gibt es im Moment Sortenerhaltungszirkel:

Erlbohne

Eine Stangenbohnen-Lokalsorte aus der Oberpfalz.

Die Erlbohne wird auch im Freilandmuseum Oberpfalz und im Urbanen Garten angebaut.

Mitmachen

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Informationen und Literatur zu Samenbau und Sortenvielfalt